Bist Du der Gestalter Deines Lebens?

Bist Du der Gestalter Deines Lebens?

Ich glaube, dass kennt jeder von uns. Dieses Gefühl, da muss ich doch was zu sagen.

Und schon legen wir los. Mit sprühenden Gedanken kommt unser Kopfkino in Fahrt. Argumente werden gesammelt und mit viel Wortakrobatik werden schwindelerregende Reden gehalten. Aber leider nur zwischen unseren Ohren. Nach außen bleiben wir stumm. Vielleicht bemerkt der aufmerksame Beobachter - hier und da – ein kleines Aufblitzen in unseren Augen. Oder ein scheues Zucken der Mundwinkel, wenn uns im inneren ein besonders gelungener Satz eingefallen ist. Doch nach außen bleiben wir stumm wie ein Fisch.

Und damit schlucken wir häufig das herunter, was unser innerstes zum Aufruhr gebracht hat. Die Energien unserer Emotionen verpuffen in der Stille unserer nicht gesagten Worte. Im schlimmsten Falle richten sie sich gegen uns selbst und damit gegen das kostbarste, was wir besitzen – unsere Selbstliebe.

Zu sehr und zu lange wurden die meisten von uns dazu erzogen, ihre Emotionen zurück zu halten. Kontrolle hieß das Zauberwort! Contenance bewahren war und ist heute immer noch häufig der Maßstab in gesellschaftlichen und vor allem beruflichen Miteinander. Nach außen immer akkurat den Anforderungen und Erwartungen der Anderen entsprechen. Das hat meine Generation mit der Muttermilch aufgenommen.

So sehr das dann häufig auch zu entsprechendem Wohlgefallen und Erfolg geführt hat, so sehr erzeugte es aber auch leere und ausgebrannte Menschen, immer häufiger von Depressionen gebeutelt.

Wenn sich unsere Energien jahrelang gegen uns selbst richten, müssen wir uns nicht wundern, warum unsere Körper, vor allem aber unsere Seelen immer kränker werden.

Natürlich ist es leicht die Schuld dafür den Umständen, dem System, dem Arbeitgeber oder gar unseren Eltern zu zuschieben. Aber das hilft nicht weiter – die gefühlte Entlastung ist nur von kurzer Dauer.

Was müssen wir also tun, um eine nachhaltige Verbesserung für uns zu schaffen? Sehr leicht kommt uns jetzt vielleicht ein „Ja, die Anderen müssen …“ über die Lippen. Ich denke, damit begeben wir uns wieder auf den Holzweg.

Der Ansatzpunkt ist immer ein anderer und doch immer der Gleiche – bei sich selbst. Aus diesem Grund heraus ist mir vor Jahren die „Mein Morgenrot“-Idee in den Kopf gekommen. Jeder kann für sich sein Morgenrot starten. Und mit diesem Start beginnen, genau hinzuschauen, was in einem vorgeht, was fehlt, was unterdrückt wird und was darauf wartet, gehört, gefühlt und gelebt zu werden. Damit können wir es schaffen, auf unsere wirkliche Handlungsebene zu kommen und zum Gestalter unseres Lebens zu werden.

Eine sehr gute Freundin von mir sagte einmal, setzt Dich hin, nimm ein Stück Papier und schreibe die Dinge auf, die aus Dir heraus wollen. Ich habe auf sie gehört und mit diesem Blog angefangen.

Vielleicht ist das ein oder andere dabei, was Dich dazu animiert einmal inne zu halten, auf Dich zu schauen und der Antwort auf die Frage zu lauschen “Bist Du der Gestalter Deines Lebens?“

Wenn die Antwort kein klares „Ja!“ ist, dann findest Du in diesem Blog vielleicht den einen oder anderen Tipp, der Dich zu einem „Ja!“ begleitet.

Gruß & Sonne

Dein Mo

Übungen zur Selbstwirksamkeit und Selbstmitgefühl sind Bestandteil aller Module des MORE|OPEN Curriculums. Die neue Terminserie 2019/2020 findest Du hier.

Photo (oben): von gerd altmann (3969644 auf pixabay)